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Parivrrta Trikonasana

Prasarita Padottanasana A

Ardha baddha Padmottanasana

Adho Mukha Vrksasana

Paschimottanasana C

Ardha Baddha Padma Paschimottanasana

Marichyasana D

Baddha Konasana

Setu Bandhasana

Karna Pidasana

Englische-Flagge

ASHTANGA UND CHRIS

 

Ashtanga Vinyasa Yoga ist ein bekanntes Hatha-Yoga-System, dass seine Wurzeln in Patanjalis Sutren und der Yoga Korunta hat. Der älteste bekannte Lehrer ist T. Krishnamacharya, der sein Wissen wiederum an seine Schüler, unter anderem T.K.V. Desikachar, B.K.S. Iyengar und K. Pattabhi Jois, weitergegeben.

In der Praxis des Ashtanga Vinyasa Yogas wechseln wir dynamisch und im Einklang mit der Atmung zwischen verschiedenen Körperhaltungen (Asanas) und arbeiten so energetisch mit unserem Körper. Aber betrachten wir Ashtanga Yoga als Ganzes, dann ist es weitaus mehr als das, was wir auf der Matte sehen: Übersetzt ist es "der achtgliedrige Pfad" und besteht aus ebenso vielen Bausteinen, die teilweise sichtbar, teilweise fühlbar und teilweise kaum vorstellbar sind. Die Asanas beschreiben lediglich den dritten Pfad.

Als ich das erste Mal mit Yoga in Berührung kam, hatte ich nicht damit gerechnet, dass es mich dauerhaft begleiten würde. Damals habe ich als Aerobic- und Fitnesstrainer gearbeitet und ließ mich zur Teilnahme an einer Yogastunde überreden. Ich verließ bekannte Gefilde, nämlich Geräte, Gewichte und schweißtreibende Fitness-Kurse, und begab mich auf die Matte. Die körperliche Seite der Praxis hat mich schnell begeistert: Ich baute immer mehr Yoga-Elemente in meine eigenen Fitnesskurse ein und konnte so gemeinsam mit den Teilnehmern von der Wirkung der Asanas profitieren. Außerdem begab ich mich immer häufiger selbst in die Rolle des Schülers und lernte auf der Matte dazu. Das war im Jahre 2004/2005.

Während mehrerer Reisen durch Südostasien und durch begeistertes Wälzen von Patanjalis Sutren und etlichen Lehrbüchern bin ich immer tiefer in die Welt des Yoga eingetaucht und habe viel über dessen Wirkung, Philosophie und Bedeutung gelernt und verinnerlicht. Doch am meisten konnte ich in der Wechselwirkung der Praxis lernen: In der Wechselwirkung zwischen mir als Schüler und den Lehrern überall auf der Welt, zwischen mir als Lehrer und meinen zahlreichen Schülern und insbesondere in der Auseinandersetzung mit mir selbst. Während mir zu Anfang eine körperbetonte zielgerichtete Praxis wichtig war, sehe ich nun den Weg selbst als Ziel und die Hingabe an diesen als das, was Yoga ausmacht. Vier Jahre nach meinem ersten Sonnengruß habe ich mein eigenes Yoga-Studio eröffnet.

In meinen Kursen bringe ich meinen Schülern seitdem die Essenz des Ashtanga-Yoga-Systems bei. Grundlegend dafür ist die Verschmelzung der Asanas, Bandhas (Energieverschlüsse) und Drishtis (Blickfokussierung), auch Tristana genannt. Darüber hinaus ist für mich jedoch der Einklang mit den anderen Pfaden von großer Bedeutung.

Deutlich möchte ich mich von dem 'Jois-Yoga' abgrenzen. Ein System, das totale Hingabe an eine Person (hier: Guru) abverlangt, habe ich als Schüler wie als Lehrer schon immer hinterfragt. Die post-mortem bekanntgewordenen Taten von K. Pattabhi Jois bestätigen meine Ansätze: das Zentrum von Ashtanga Yoga liegt nicht in einer Person oder Institution, sondern im achtgliedrigen Pfad selbst, somit in jedem von uns selbst.

Die regelmäßige und hingabevolle Praxis der acht Stufen (Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyhara, Dharana, Dhyana & Samadhi) führt zu einer wunderbaren Energiewahrnehmung und Konzentration, gar zu einer (dynamischen) Meditation als auch zu einer tiefen Erkenntnis seiner Selbst. Dabei gilt: 99% Praxis und 1% Theorie.

Ein traditioneller Pfeiler meiner Kurse ist der Unterricht im Mysore Stil: Jeder praktiziert in seinem eigenen Tempo, in einer persönlich angepassten Intensität und individuell festgelegtem Umfang. Ich begleite jeden Schüler individuell, gebe Hilfestellung und führe ihn bei Zeiten tiefer in seinen individuellen Weg ein. So praktizieren Neulinge und fortgeschrittene Yogis gemeinsam in einem Raum und schaffen eine einzigartige energetische und soziale Atmosphäre.

Im Rückblick auf die letzten Jahre ist mir bewusst geworden, dass nicht nur die Schüler, sondern auch ich als Lehrer auf dem Weg des Yoga einer steten Wandlung unterliegen. So änderte sich über die Jahre sowohl meine Sicht auf meine eigene Rolle als Lehrer als auch meine Art des Unterrichtens. Empfand ich mich zu Beginn noch als Yoga-Lehrer und hielt mich streng an die Vorgaben unserer Tradition, so sehe ich mich heute als Begleiter, Initiator und Unterstützer auf den individuellen Pfaden. Ich behalte die Tradition im Hinterkopf, doch im Fokus meiner Kurse steht die Individualität.

Om namah shivaya!

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