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CHRIS (LEHRER / INHABER)

 

Bevor ich mit Yoga in Berührung kam, war mein Leben auf Sport und körperliche Herausforderungen ausgerichtet. Ich habe als Aerobic- und Fitnesstrainer gearbeitet und ließ mich zu meiner ersten Yoga-Stunde überreden. Ein Wendepunkt, der mich schließlich dorthin gebracht hat, wo ich heute stehe: Ich praktiziere und lehre Ashtanga Yoga mittlerweile seit über 15 Jahren in Frankfurt.

Ich habe die Chance genutzt, mit verschiedenen Lehrern zu praktizieren, aber wenn mich jemand fragt, wo ich Ashtanga gelernt habe, lautet die richtige Antwort: Auf der Matte. Die regelmäßige Praxis mit dir selbst lässt dich tiefer in das Yoga eintauchen und mehr über diesen Weg als vor allem auch über dich selbst lernen, als du bei irgendeinem Workshop oder Teacher Training jemals aufnehmen kannst.

In meinen Kursen bringe ich meinen Schülern die Essenz des Ashtanga-Yoga-Systems bei. Grundlegend dafür ist die Verschmelzung der Asanas, Bandhas (Energieverschlüsse) und Drishtis (Blickfokussierung), auch Tristana genannt. Außerdem gebe ich Einblick in die weiteren sieben Pfade des Ashtanga Yoga.

Im Rückblick auf die letzten Jahre ist mir bewusst geworden, dass nicht nur die Schüler, sondern auch ich als Lehrer auf dem Weg des Yoga einer steten Wandlung unterliegen. So änderte sich über die Jahre sowohl meine Sicht auf meine eigene Rolle als Lehrer als auch meine Art des Unterrichtens. Ich empfand mich zu Beginn noch als strenger traditioneller Yoga-Lehrer und würde mich heute eher als Begleiter, Initiator und Unterstützer auf den individuellen Pfaden beschreiben. Ich behalte die Tradition im Hinterkopf, doch im Fokus meiner Kurse steht die Individualität.

Nachdem die Ashtanga Community von den post-mortem bekanntgewordenen Taten von K. Pattabhi Jois erschüttert wurde, habe ich mich entschieden seine Bilder aus meiner Shala zu entfernen.

Ein Guru-zentriertes System kann seine positiven Seiten haben, wenn der sogenannte Guru seine Rolle gerecht wird: er sollte seine Schüler vom Dunklem zum Licht, von der Unwissenscheit zum Wissen und von der Unkenntis zur Kenntnis (seiner Selbst) führen. Doch sollte er mit seinem Status keinen Raum für jegliche Art von Missbrauchs schaffen. Als Mensch, als Schüler und als Lehrer habe ich solche Guru-zentrierten Systeme schon immer hinterfragt. Das Zentrum von Ashtanga Yoga sollte nicht in einer Person oder Institution liegen, sondern in jedem selbst, unabhängig von Raum und Zeit.

Zwar habe ich Pattabhi Jois als inspirierende Person wahrgenommen, aber der Respekt vor den Opfern zollt es, ein deutliches  Zeichen gegen Missbrauch zu setzen.

Om namah shivaya!

CHRIS (LEHRER / INHABER) | Prasarita Padottanasana B

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