MEDITATION & MANTRA

MEDITATION UND MANTRA SIND WEITERE EBENEN DES ASHTANGA SYSTEMS

Jeden Freitagabend nach der Mysore-Praxis verlassen wir bei ASHTANGA YOGA RAUM FRANKFURT den Pfad der Asanas und begeben uns auf drei weitere Ebenen des Ashtanga: Pratyahara ( Zurückziehen der Sinne), Dharana (tiefere Konzentration) und Dhyana (Meditation).

Pratyahara, Dharana und Dhyana

Wir ziehen in Ruhe unsere Sinne zurück (Pratyahara), konzentrieren uns auf ein Objekt wie die Atmung oder begeben uns in einen Zustand der Achtsamkeit (Dharana) und tauchen womöglich in die Tiefen der Meditation ein (Dhyana).

Mit dem Singen bzw. Rezitieren traditioneller Mantren runden wir dieses schöne Beisammensein ab.

Pratyahara, Dharana und Dhyana sind die Glieder 5, 6 und 7 des 8-gliedrigen Pfades (Ashtanga Yoga) auch Raja Yoga genannt. Wer mehr über die 8 Glieder des Ashtanga erfahren möchte, kann gerne an unserem Basic-Stuff Workshop teilnehmen, in welchem wir ausführlicher auf alle 8 Glieder eingehen werden.

ABLAUF EINER MEDITATIONS- & MANTRASITZUNG

Die Sitzung ist an die vorhergehende MysoreStunde gekoppelt. Wer teilnehmen mag, praktiziert so, dass er gegen 20:00 Uhr mit seiner Praxis fertig ist und sich in die Ruhephase (Shavasana) begibt).

Anschließend besteht die Möglichkeit, den Raum zu verlassen, um sich für das gemeinsame Meditieren umzuziehen. Wer mag, kann jedoch auch direkt sitzenbleiben und in Ruhe in einer gemütlichen Sitzposition auf die anderen Teilnehmer*innen warten.

Die Session beginnt immer um 20:15 Uhr. Wer nicht an der vorherigen Mysore-Stunde teilnehmen kann oder will, kann auch direkt zur zum Meditieren kommen; in diesem Fall, bitte ab 20 Uhr ins Studio kommen.

Bitte schreibe uns eine Nachricht, wenn Du später hinzukommen magst, damit wir wissen, dass Du kommst.

WIE LANGE DAUERT DIE MEDITATION?

Die Dauer einer Sitzung hängt von der Energie im Raum ab; meistens liegen wir bei 30-45 Minuten (inkl. Mantra-Singen). Also endet die Session so gegen 21 Uhr. Keine Angst vor dem Mantra-Singen, niemand muss mitsingen, aber es ist eine tolle Erfahrung, sich einem Mantra hinzugeben und sich auf das Rezitieren eines Mantras einzulassen.

MEDITATION IST AUCH FÜR ANFÄNGER GEEIGNET

Bei Bedarf werden vor Beginn des gemeinsamen Meditierens zwei einfache Meditationstechniken erklärt (Atembeobachtung und Achtsamkeitsmeditation). Somit sind auch Anfänger herzlich eingeladen, zu jeder Zeit bei einer der Sessions beizuwohnen! Jede*r kann meditieren.

Was ist eine Atemmeditation?

Die Atemmeditation ist eine sehr gute Meditationsmethode für AnfängerInnen, um das Meditieren zu erlernen. Bei dieser Art der Konzentrationsmeditation wird der eigene Atem zum Objekt der Konzentration. Das Ziel ist eine tiefe und entspannte Atmung, wodurch Körper und Geist beruhigt und harmonisiert werden. Man findet eine gemütliche Sitzposition und richtet den Rücken auf. Dann beobachtet man, wie der Atem fließt. Man kann grundsätzlich beobachten, wie der Atem durch die Nasendurchgänge fließt. Beim Einatmen werden die Nasendurchgänge kühler, beim Ausatmen werden sie wärmer. Man kann auch die Bewegung des Atems beim Ein- und Ausatmen auf der Oberlippe spüren. Man kann letztlich auch den Gefühlsunterschied innerlich in den Lungen und im Brustbereich spüren, der beim Ein- und Ausatmen geschieht.

Man kann auch beobachten, wie die Bauchdecke vor und zurück geht. Man kann es einfach nur beobachten oder man kann es auch beschreibend benennen oder zählen, z.B. „einatmen, ausatmen„, „ein, aus“, „Einatmung, Ausatmung“, „Nasendurchgänge kühl, Nasendurchgänge warm“, „Bauchdecke nach vorne, Bauchdecke zurück“…beim Zählen würde man z.B. die Atemrhythmen zählen, von 1-10 und wieder bei 1 anfangen, also: einatmen, ausatmen, 1, einatmen, ausatmen, 2,…, dabei steuert man nicht den Atmen, sondern beobachtet diesen, lässt den Körper selbständig atmen. Verliert man sich im Zählen, fängt mein wieder bei 1 an.

Was ist die Achtsamkeitsmeditation?

Die Achtsamkeitsmeditation ist eine Meditationstechnik, in welcher die Geistesinhalte beobachtet und nicht bewusst gesteuert werden. In der Achtsamkeitsmeditation heißt der Übende alle aufsteigenden Gedanken willkommen, ohne einen Gedanken gegenüber einem anderen zu bevorzugen. Der Übende nimmt dazu einen Standpunkt jenseits der Gedanken ein und lernt so, sich nicht mit den Gedanken zu identifizieren. Es gibt Formen der Achtsamkeitsmeditation in allen spirituellen Traditionen. Im Yoga wird die sie Sakshi Bhav bzw. Sakshi Bhavana bezeichnet. Im Buddhismus ist sie unter dem Namen Vipassana bekannt. Man wird sich allem bewusst ohne Wertung oder Anhaftung; man nimmt alles an, wie es ist.

MEDITIEREN KANN ICH NICHT | Ashtanga Yoga Raum Frankfurt

“MEDITATION IST NICHTS FÜR MICH. ICH HABE ZU VIELE GEDANKEN IM KOPF.”

Nicht zu meditieren, weil man findet, man “kann nicht meditieren” oder man “hat zu viele Gedanken”, wäre, als würde man sagen: “Ich kann diese Sprache nicht lernen, weil ich sie nicht sprechen kann.”

Das Ziel

Wenn Du Dich zur Meditation hinsetzt, sollte Dein Ziel nicht sein, Deine Gedanken komplett auszuschalten – das ist ein Zustand, der sich irgendwann spontan einstellt, den Du aber nicht erzwingen kannst.

Hinsetzen, Sinne zurückziehen und konzentrieren

Das einzige, was Du Dir vornehmen kannst, ist, Dich hinzusetzen und konzentriert zu üben, den Weg zur Meditation zu gehen. Diese Motivation ist das einzige, das zählt! Sie ist die Übung, auf die Du Dich einlässt.

Viele Gedanken zu haben, bedeutet nicht, dass man etwas falsch macht

Wenn Du viele Gedanken hast, bedeutet das nicht, dass du gerade beim Meditieren scheiterst, sondern zeigt Dir einfach, dass Du an diesem Tag an einem Punkt startest, an dem Du viele Gedanken hast. Ich persönlich würde sogar sagen, dass Du dann bereits am Meditieren bist. Du erkennst in der Meditation (beim Blick nach innen) Deine eigene Aufgewühltheit und sie wird zum Gegenstand Deiner tieferen Konzentration.

Wertungsfrei und ohne Anhaftung

An diesem Punkt gilt es, sich wertungsfrei und ohne Anhaftung darauf einzulassen, sich und seine Gedanken in dem Moment so anzunehmen wie sie sind und sich einfach nur vorzunehmen, sich in der Konzentration zu üben. Allein über diese Anstrengung wirst Du die positiven Effekte des Zur-Ruhe-Kommens erspüren können.

Stetes Üben ermöglicht immer häufigere Momente der Versenkung

Mit der Übung werden Deine Gedanken immer flacher werden. Das heißt, sie werden weiterhin ständig auf Dich einprasseln, aber Du wirst nicht mehr so tief in sie eintauchen – Dir nicht mehr so stark den Kopf über sie zerbrechen, sondern wirst fähig sein, sie anzunehmen und direkt wieder vorbeiziehen zu lassen.

Momente der Ruhe

Und schließlich kommen die Gedanken seltener, bis Du schließlich längere Momente der Ruhe, der Versenkung und des klaren In-Dich-Schauens genießt: Meditation.

Steter Tropfen

Jeder Moment der geistigen Ruhe ist dann wie ein einzelner Tropfen. Wenn sich die Momente mehren, verbinden sich die Tropfen immer mehr und werden schließlich zu einem gleichmäßigen Fluss. Die positive Wirkung der Meditation entfaltet sich nicht erst, wenn du an diesem “Ziel” angekommen bist, sondern zeigt sich bereits auf dem ganzen Weg dorthin.

Wenn Du Fragen hast, dann schreibe uns gerne eine Nachricht.

Die Teilnahme ist für Mitglieder kostenfrei. Für Nicht-Mitglieder ist die Teilnahme auf Spendenbasis angesetzt.